Vom 26. bis 28. Juni 2026 tagte die Diözesanversammlung des DPSG Diözesanverbands Aachen auf dem Gelände des Hauses St. Georg in Wegberg. Unter dem Motto „Lustige Hüte und Kopfbedeckungen“ kamen rund 100 Pfadfinder*innen zusammen, um die Zukunft des Verbands aktiv mitzugestalten. Neben kreativen Programmpunkten standen vor allem wichtige Entscheidungen und intensive inhaltliche Auseinandersetzungen im Mittelpunkt.
Starke Beteiligung junger Menschen
Besonders beeindruckend war erneut die starke Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Die jüngste Delegierte war 9 Jahre alt. Mit viel Engagement, kritischen Fragen und klaren Positionen brachten die jungen Teilnehmer*innen ihre Perspektiven ein und prägten die Versammlung maßgeblich.
Diese gelebte Mitbestimmung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Beteiligung junger Menschen für den Verband ist – und wie selbstverständlich sie in unserem Diözesanverband praktiziert wird.
Neuer Diözesanvorstand gewählt
Die Delegierten wählten Hanna Kremer und Josef Kerres mit großer Zustimmung zu den neuen Diözesanvorsitzenden. Beide blicken motiviert auf ihre neue Aufgabe: „Wir möchten den Verband gemeinsam weiterentwickeln und die Beteiligung junger Menschen konsequent stärken. Die Energie und die Ideen, die hier zusammenkommen, zeigen, wie viel Potenzial in unserem Verband steckt.“
Mit der Wahl endet zugleich das langjährige Engagement von Sarah Geenen und Matthias Koß, die den Verband über mehr als fünf Jahre hinweg mit großem persönlichen Einsatz geprägt haben. Umso erfreulicher ist es, dass beide dem Verband auch weiterhin verbunden bleiben.
Klare Beschlüsse und richtungsweisende Entscheidungen
Ein zentraler Beschluss der Versammlung ist die Einführung eines generellen Alkoholverbots bei Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen. Für den Antrag dazu hatten sich initiativ Jugendliche aus der Pfadistufe stark gemacht.
Der Beschluss steht in engem Zusammenhang mit einem weiteren wichtigen Thema des Wochenendes: der Auseinandersetzung mit der im Februar 2026 veröffentlichten Studie zu Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt im Gesamtverband der DPSG.
Im Studienteil beschäftigten sich die Teilnehmenden in altersgerechten und thematisch getrennten Kleingruppen mit den Ergebnissen der Studie. Kinder, Jugendliche und Erwachsene tauschten Perspektiven aus und entwickelten gemeinsam Ansätze für einen sensiblen, verantwortungsvollen Umgang im Verband. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine offene Auseinandersetzung, transparente Strukturen und eine kontinuierliche Präventionsarbeit sind.
Die Diskussionen machten klar: Prävention bedeutet auch konkrete Entscheidungen zu treffen. Das Alkoholverbot ist daher ein bewusst gewählter Schritt, um sichere Räume zu stärken und klare Rahmenbedingungen für das Miteinander zu schaffen.
Gemeinschaft und Freude im Mittelpunkt
Neben den inhaltlich tiefgreifenden Diskussionen kam auch das gemeinschaftliche Erleben nicht zu kurz. Kreative Programmpunkte, ein Gottesdienst unter freiem Himmel und viel Raum für Begegnung sorgten für eine gelungene Mischung aus konzentrierter Arbeit und lebendigem Austausch.
„Die Atmosphäre war offen, herzlich und gleichzeitig unglaublich produktiv“, fasste Boris Kassebeer, der Diözesankurat, zusammen. „Man merkt einfach, dass hier alle mitgestalten wollen.“
Trotz sehr hoher sommerlicher Temperaturen konnte die Versammlung, dank frühzeitig kommunizierter und konsequent umgesetzter Hitzeschutz-Maßnahmen und gegenseitiger Rücksichtnahme konzentriert, konstruktiv und erfolgreich abgehalten werden.
Ein starkes Signal für die Zukunft
Die Diözesanversammlung 2026 zeigt eindrucksvoll, wie Demokratie, Mitbestimmung und Gemeinschaft im DPSG Diözesanverband Aachen gelebt werden. Mit einem neu gewählten Vorstand, klaren Beschlüssen und vielen frischen Ideen blickt der Verband motiviert und zuversichtlich nach vorne. Die Versammlung setzt damit ein deutliches Zeichen für eine starke, verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Verbandsarbeit.