Das Amt des Kuraten/der Kuratin

Kuraten und Kuratinnen sind die spirituellen Wegbegleiter/innen in unserem Verband. Während früher für das Amt des Kuraten nur Priester in Frage kamen, wird heute ausdrücklich gewünscht, dass auch Laien (Männer und Frauen ohne theologische Vorkenntnisse) dieses Amt ausüben. Entscheidend für diese Entwicklung ist das veränderte Kirchenverständnis seit dem II. Vatikanum.

Pastorales Handlungskonzept

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
(Mt 18,20)

Der Glaube ist nicht etwas Zusätzliches. Da, wo Christinnen und Christen ihr Leben aus dem Glauben gestalten, ereignet sich „Kirche“. Das Tun und Bezeugen des Glaubens drängt danach in Gemeinschaft durch Gespräch, Gebet und Gottesdienst vertieft zu werden. Die Ordnung unseres Verbandes, insbesondere das siebte Kapitel, bilden die Grundlage für das „Handeln aus dem Glauben“. Dabei sind die „Grundlinien unserer Lebensauffassung“ wichtige Orientierungspunkte für das Leben in der DPSG.

Religiöse Angebote sind auf dem Weg zur eigenen Identitätsfindung nach wie vor wichtig, müssen jedoch „offen“ gestaltet sein. Im Sinne des allgemeinen Priestertums (II. Vatikanum) sind alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen auf vielfältige Weise von ihrem Glauben Zeugnis abzulegen:

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15)

Die DPSG sieht es als ihre Aufgabe an mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Spurensuche zu gehen. Dabei gilt es, sich an den (manchmal verborgenen) Ressourcen zu orientieren, nicht an den Defiziten. Die Jugendlichen und Erwachsenen in der DPSG sind Kundschafter/innen der Zeichen der Zeit. Wie Seismographen können sie dazu beitragen der Kirche den Puls der Zeit anzuzeigen. Eine lebendige Zukunft eröffnet sich, wenn junge Menschen aus dem Geist christlicher Wertorientierung konkret und solidarisch handeln und gleichzeitig offen sind, die Zukunft als geschenkte und gefüllte Zeit aus den Händen Gottes entgegenzunehmen. Das beinhaltet auch, dass nicht alles planbar und machbar ist, was wünschenswert wäre. Konkret kann das heißen mit Behinderungen in vielfältigster Form leben zu lernen.

Klara- und Franziskus-Kapelle
Die Kapelle „Klara und Franziskus“, auf dem Gelände des Diözesanzentrums Haus St. Georg, ist im Diözesanverband Aachen über Raum und Ort hinaus auch von symbolischer Bedeutung: „Zärtlich miteinander umgehen“, wie es im Lebensstil von Klara und Franziskus sichtbar geworden ist, ist zur stetigen Herausforderung unserer eigenen Lebensweise geworden. Wir wenden uns deshalb gegen wachsende Beziehungslosigkeit und Abgestumpftheit und setzen uns für ein neues Miteinander und Aufeinanderhören ein.

„Zärtlichkeit mit dem Menschen heißt, dass jede und jeder weiß,
sie oder er ist kostbar …,
es ist kostbar, dass sie einander ergänzen,
es ist kostbar, dass wir verschiedene Hautfarben haben,
es ist kostbar, dass wir aus verschiedenen Sprachen und Kulturen kommen.“
(Bischof Klaus Hemmerle)

Wir möchten uns für einen ganzheitlichen Glaubens- und Lebensstil einsetzen, der zu einem gleichwertigen Miteinander von Frau und Mann, von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, von LeiterInnen und Mitgliedern führt, der sowohl eine individuelle als auch eine politische Dimension beinhaltet.

Ansprechpartner für Pastorales

Manuela Truong

Bildungsreferentin
M.Truong@dpsg-ac.de
02434 981223