Projekt „Statt Flucht-Ankommen in der Natur“

In unserem Projekt bringen wir jungen Geflüchteten in drei bis fünf Tages-Kursen unsere Natur näher. Natur soll als sicherer Rückzugsort wahrgenommen werden. Durch positive Erfahrungen im Freien versuchen wir ebenfalls Anreize zu setzen, der Natur mit Freude und Achtsamkeit zu begegnen.

Natur als kostenloser Rahmen für Freizeitgestaltung und Erholungsraum wird erfahrbar. Seit einem Jahr bieten wir auch Fahrradtraining an, um die Mobilität der Teilnehmenden zu erhöhen. Auch dabei steht der Spaß an der Bewegung draußen im Vordergrund.

Die TeamerInnen sind immer wieder gefordert zwischen den einzelnen Kulturen zu vermitteln, Pflanzen und Tiere unseres Breitengrades zu erklären, Naturerlebnisspiele anzuleiten, Boot zu fahren mit Teilnehmenden, die oftmals traumatische Wassererfahrungen mit sich bringen, und Tag und Nacht ansprechbar zu sein. Dabei sind wir in einem Selbstversorgerhaus der Jugendstätte Rursee in Nideggen-Schmidt untergebracht und organisieren auch die Küche selber. Teilweise kochen wir bewusst am Feuer, da Feuer ein archaisches Element ist, an dem sich alle zusammenfinden können.

Unsere bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass wir absolut flexibel auf die Bedürfnisse unserer Teilnehmenden eingehen müssen.

Unsere Teilnehmenden kommen aus den verschiedensten Ländern von Somalia bis Syrien, Afghanistan bis Eritrea. Sie sind zwischen 8 bis 26 Jahre alt und haben die unterschiedlichsten Fluchterfahrungen.

Gestartet sind wir im Jahr 2016 mit Projektförderung des Landesjugendringes. Diese Förderung wird jährlich fortgeführt. Somit entstehen für die Teilnehmenden keine Kosten. Lediglich die An- und Abfahrt muss selber organisiert und bezahlt werden.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Aggi Majewsky.
eMail: naturfuehrerin@gmail.com